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Religion

Warum Religion überflüssig ist

In der WELT findet sich unter dieser Überschrift folgender Artikel:

"Die Menschen haben das Gute geerbt und nicht erlernt – das ist die These des Buches "Das Ende des Bösen". Rolf Degens Werk enthält mindestens soviel atheistischen Sprengstoff wie die Bücher von Richard Dawkins oder Christopher Hitchens. Denn wenn der Mensch gut ist, wovon soll er erlöst werden?

Die Natur ist blutig rot an Zähnen und Klauen, lautet ein angelsächsische Redensart, die viele als Kurzzusammenfassung des Darwinismus verstehen. Die seit fast einem halben Jahrhundert in der Tierforschung dominierende Soziobiologie schien dieses Bild immer aufs Neue zu bestätigen: Alle Lebewesen sind Egoisten, gesteuert von Genen, die sich reproduzieren wollen.

Diese Sichtweise auf Natur und Menschen fügte sich bestens ins Weltbild der Religionen. Ohne Gott würde Mord und Totschlag herrschen, tönt es von den Kanzeln. Erst Moses mit seinen Gesetzestafeln und Jesus mit seiner Bergpredigt hätten dafür gesorgt, dass aus Wilden humane Wesen wurden, die fürs Rote Kreuz spenden und den Sitzplatz freigeben, wenn Greise den Bus betreten.

Doch es bleiben Zweifel am segensreichen Wirken der Gottesverehrung. Denn schließlich herrschen in Teilen der Erde nach wie vor Mord und Totschlag – oft angefacht von Religionen. Allen, die diese Debatte um Religion und Moral interessiert verfolgen, liefert der Wissenschaftsjournalist Rolf Degen gute Gründe für weiteres Nachdenken.

In seinem Buch steckt mindestens soviel atheistischer Sprengstoff wie in denen von Richard Dawkins und Christopher Hitchens. Und dass, obwohl es vordergründig nicht um Religion geht. Degen liefert Befunde, um eine allzu krude Soziobiologie zu relativieren – darum geht es ihm. Mensch und Tier sind nicht so eindimensional egoistisch, wie uns seit Jahrzehnten berichtet wird.

Doch während Degen die Theorie vom Egoismus der Gene demontiert, zerfällt ganz nebenbei auch der Glaube an die Notwendigkeit von Religion. Denn seine zahlreichen Beispiele aus Zoologie, Anthropologie und Psychologie legen nahe, dass der Zug in Richtung Humanität längst rollte als Moses vom Berg herabstieg.

Schon Max Horkheimer schrieb: „Die Menschen sind gewöhnlich viel besser als das, was sie denken, sagen oder tun.“ Dass dies tatsächlich so ist, wurde in letzter Zeit in zahlreichen ausgetüftelten Versuchen nachgewiesen. Psychologen arrangierten dafür Spiele, bei denen es um echtes Geld ging – wissend, dass es leichter fällt, gut zu sein, wenn man nur symbolisch gewinnt oder verliert.

Diese Spiele waren so aufgebaut, dass man sowohl mit egoistischen als auch mit kooperativen Strategien gewinnen konnte. Zur Verwunderung aller Misanthropen benahmen sich die Versuchspersonen in der Regel viel sozialer und großzügiger als plausibel wäre, wenn uns die reine Ichsucht in den Genen steckte. Dabei fiel auf, dass das Bestrafen von unfairem Verhalten den meisten Menschen sehr wichtig ist. Viele Probanden nahmen eigene Verluste in Kauf, um sicher zu stellen, dass der Anti-Soziale bestraft wird.

Dieser Drang zur sozialen Kontrolle zahlte sich wahrscheinlich schon für die sammelnden und jagenden Urhorden aus. Es war überlebenswichtig, Betrüger zu ächten. Aber nicht nur Menschen, sogar Raben bestrafen asoziales Verhalten. Im Rabenschwarm gilt die Regel, wer ein Stückchen Futter hat, wird nicht behelligt."
 
Zum Rest des Artikels geht es HIER  

 

6.1.08 11:02


Sind religiöse Gesellschaften "besser"?

Zum Auftakt des neuen Jahres hier einige Auszüge aus einem sehr aufschlussreichen und irgendwie nicht sonderlich überaschenden Artikel bei TELEPOLIS vom vergangenen November:

"Bei einem internationalen Vergleich zwischen westlichen Industrieländern schneiden in vielen sozialen Aspekten die Länder mit einem hohen Anteil an Gläubigen, allen voran die USA, am schlechtesten ab.

Seit islamistische Terroristen den Westen angreifen und die USA als die einzige religiöse Nation der westlichen Industriestaaten den amerikanischen Sendungsauftrag unter Präsident Bush in den globalen Krieg gegen den (islamistischen) Terrorismus verwandelt haben, scheinen die Religionen mit ihren aggressiven und heilsgeschichtlichen Komponenten wieder einmal einen enormen weltpolitischen Einfluss gewonnen zu haben. Krieg und Gewalt waren geschichtlich keineswegs in Widerspruch zur Religion gestanden, zumal wenn sie als monotheistische wie die christliche oder islamische im Kern so intolerant sind wie ihr allmächtiger Gott. Aber welchen Einfluss hat Religion wirklich auf eine Gesellschaft und die in ihr lebenden Menschen? Ist es wahr, dass gläubige Menschen eine Gesellschaft irgendwie besser machen, weil die Religion das Fundament moralischer Prinzipien ist?

Der amerikanische Soziologe Gregory Paul hat in der Zeitschrift Journal of Religion and Society - angeblich sicherheitshalber erst nach dem Orkan Katrina, um die Menschen nicht zu verärgern – seine vergleichende Studie über die gesellschaftliche Auswirkung des Glaubens veröffentlicht. Er zog für "Cross-National Correlations of Quantifiable Societal Health with Popular Religiosity and Secularism in the Prosperous Democracies: A First Look" Umfragen und Statistiken, beispielsweise über die Häufigkeit von Mord, Abtreibung, Selbstmord oder Schwangerschaft bei Minderjährigen heran. Das Datenmaterial beschränkt sich weitgehend auf die Industrieländer, da nur hier ausreichende und verlässliche Erhebungen vorliegen. Gleichwohl können die von Paul verwendeten Daten der etwa 800 Millionen Menschen in diesen Ländern, die weitgehend aus den 90er Jahren stammen, interessante Erkenntnisse für länderübergreifende Vergleiche liefern. Paul fragt in seiner Studie nicht nur, ob religiöse Gesellschaften, in denen die Mehrzahl der Menschen an Gott glauben, sozial besser funktionieren als eher atheistische oder säkulare Länder, sondern bezieht besonders auch die Position zur Evolutionstheorie mit ein.

(...)

Schwieriger dürfte für viele zu akzeptieren sein, dass Paul aufgrund seiner Daten auch zu dem Ergebnis kommt, dass die USA, die Nation mit dem größten Anteil von religiösen Menschen, den höchsten Grad an "sozialer Dysfunktionalität" aufweisen. Während beispielsweise in allen anderen Ländern die Mordrate weiter sinkt, seien die USA die einzige wohlhabende Demokratie mit einer hohen Mordrate. Die Selbstmordrate bei Jugendlichen ist jedoch vergleichbar mit der in anderen Ländern. Eine stärkere Religiosität, eine höhere Zahl von Kirchenbesuchen und Gebeten haben auch in einem diesbezüglichen länderübergreifenden Vergleich keine Auswirkungen darauf. Allgemein aber lasse sich ein Rückgang der Lebensdauer mit wachsender Religiosität erkennen.

Bekanntlich wollen konservative Christen auch aus dem Grund die Keuschheit vor der Ehe durchsetzen, weil damit zugleich sexuell übertragbare Krankheiten eingedämmt würden. Die Bush-Regierung hat solche Programme mit viel Geld unterstützt. Nach den Daten von Paul gesichteten Daten sind Infektionsraten von sexuell übertragbaren Krankheiten in den USA wesentlich höher als in weniger religiösen Ländern. Auch die Abtreibungsraten steigen mit wachsender Religiosität und erreichen in den USA eine Spitze (eine Ausnahme bilden Österreich und vor allem Irland). Schwangerschaften von Mädchen kommen in den USA über 20 Mal häufiger als in säkularen Ländern vor. Pauls Zusammenfassung:

Allgemein korrelieren höhere Werte für einen Glauben an einen Schöpfer und dessen Verehrung mit höheren Raten bei Mord, Sterblichkeit bei Jugendluchen und jungen Erwachsenen, Infektionen mit sexuell übertragbaren Krankheiten, Schwangerschaften bei Minderjährigen und Abtreibung in wohlhabenden Demokratien. Die reichste theistische Demokratie, die USA, ist außergewöhnlich. Aber nicht in dem Sinn, den Franklin vorhersagte. Die USA sind fast immer die dysfunktionalste der Demokratien, manchmal auf spektakuläre Weise, und schneiden immer schlecht ab.

Die am wenigsten gläubigen Gesellschaften (Frankreich, Japan und die skandinavischen Länder) hätten hingegen die besten Werte. Dieselben Unterschiede ließen sich auch innerhalb der USA finden. So sind die sozialen Probleme in den Südstaaten und den Staaten im Mittleren Westen, deren Bevölkerung stark religiös ist, höher als in den nordöstlichen Staaten, die den europäischen Kulturen ähnlicher seien. (...) "

Den kompletten Artikel von TELEPOLIS kann man HIER nachlesen. 

 

 

2.1.08 09:17


„70 % der Bundesbürger religiös

Der HUMANISTISCHE PRESSEDIENST (HPD) berichtet unter dieser Überschrift zur viel beachteten Bertelsmann-Studie über die Religiösität der Deutschen unter Anderem folgendes:

"In der Samstagsausgabe der WELT konnte man unter der Überschrift: „Gott bewegt die Deutschen und die Welt“ lesen: „Eine umfassende Studie zur Religiosität widerlegt die Annahme, dass der Glauben in Deutschland in die Bedeutungslosigkeit abrutscht.“ Parallel dazu wurde berichtet: „Religion in Deutschland – fünf populäre Irrtümer“ – eine andere Zitierung der Inhalte der ersten Meldung in der gleichen Zeitung.
Beide Artikel beruhen auf der zusammengefassten Pressemitteilung der Bertelsmann-Stiftung, die diese Meldung als Hauptartikel auf ihrer Internetseite stehen hat: „Im Fokus: Jeder fünfte Bundesbürger ist ein hochreligiöser Mensch. Neuer Religionsmonitor der Bertelsmann Stiftung ermittelt Verbreitung von Religiosität. In der deutschen Bevölkerung sind Glauben und Religiosität noch weit stärker verbreitet, als dies zumeist vermutet wird. So können rund 70 Prozent der Menschen hierzulande als religiös eingestuft werden und nahezu jeder Fünfte sogar als hochreligiös. Lediglich 28 Prozent weisen in ihrer persönlichen Identität keinerlei religiöse Dimensionen auf. Auch im zeitlichen Trend kann keine anhaltende Säkularisierung breiter Bevölkerungsschichten festgestellt werden."

(..)

Auch die Anfragenden beim Humanistischen Pressedienst – ob die Ergebnisse dieser Studie denn stimmen würden –, können sich wieder zurücklehnen. Die Darstellung der Ergebnisse ist nur ein verbaler Trick der Öffentlichkeitsarbeit der Bertelsmanns-Stiftung.

In der Studie werden für die Religiosität der Befragten drei Gruppen unterschieden: Nicht-Religiös - Religiös - Hoch Religiös. Nennt man diese drei Gruppen weniger spektakulär: Nicht religiös - Religiös indifferent/unentschieden - Religiös, dann entspricht das dem Sprachgebrauch und den Ergebnissen, die in der empirischen Sozialforschung schon seit Jahren vorliegen.

Zur Methode

Die Forscher des „Religionsmonitors" der Bertelsmann-Stiftung haben den Befragten fünf Fragen als Indikatoren zur Messung der Zentralität der Religiosität gestellt:

  • Intellekt: Wie oft denken Sie über religiöse Themen nach?
  • Ideologie: Wie stark glauben Sie daran, dass es Gott oder etwas Göttliches gibt?
  • Öffentliche Praxis: Wie häufig nehmen Sie an /Gottesdiensten /Synagogengottesdiensten /Gemeinschaftsgebeten / Tempel (gehen) /spirituellen Ritualen oder religiösen Handlungen /teil?
  • Private Praxis: Wie häufig beten Sie? / Wie häufig meditieren Sie?
  • Erfahrung: Wie oft erleben Sie Situationen, in denen Sie das Gefühl haben, dass Gott oder etwas Göttliches in Ihr Leben eingreift? / Wie oft erleben Sie Situationen, in denen Sie das Gefühl haben, mit Allem Eins zu sein?

Die Antworten auf die fünf Fragen wurden von 1 bis 5 kodiert (1 = nie / gar nicht; 2 = selten / wenig; 3 = gelegentlich / mittel; 4 = oft / ziemlich; 5 = sehr oft / sehr). Dem entsprechend erstreckt sich der Zentralitätsindex von 5 bis 25 Punkten. 5 Punkte haben die Befragten, die alle fünf Fragen mit „nie / gar nicht" beantwortet haben, 25 Punkte diejenigen, die auf alle fünf Fragen mit „sehr oft / sehr" geantwortet haben.

Wer 5 - 10 Punkte hatte, wurde als „nicht religiös" eingestuft, von 11 - 19 Punkten wurde man als „religiös" bewertet und von 20 - 25 Punkten ist der Befragte „hoch religiös".

Schon allein diese Zuordnungen zeigen die Schieflage der Bewertung, da alle im breiten mittleren Häufigkeitsbereich, die ein „selten" oder „gelegentlich" angaben, als „religiös" vereinnahmt wurden. Wenn man also 75 % des möglichen Antwortvolumens (5-10 bzw. die 11-25 Punkte) als „religiös" einstuft, dann ist es nicht überraschend, dass 70 % als „religiös" eingestuft werden - eigentlich hätten es mehr sein müssen.

Die drei Gruppen des Religionsmonitors sind 28 % „nicht religiös", 52 % „religiös" und 18 % „hoch religiös".

Religiositätsindex der Selbsteinstufung.

Zu den traditionellen eindimensionalen Indikatoren der Religiosität gehört entweder die Häufigkeit des Gottesdienstbesuches oder die Selbsteinstufung auf einer 10er-Skala, die von „nicht-religiös" (1) bis „religiös" (10) reicht.

Nach den Ergebnissen, beispielsweise der Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS) 2002 stufen sich 48 % der Befragten als überwiegend „nicht religiös" ein (Skala 1-5) und 52 % der Befragten als überwiegend „religiös" (Skala 6-10).

Unterteilt man diese Skala in vier Gruppen sind 26 % der Befragten „nicht religiös" (Skala 1-2), 22 % „eher nicht/weniger religiös" (Skala 3-5), 34 % „eher/mehr religiös" (Skala 6-8) und 18 % sind „religiös" (Skala 9-10).

In einer Zusammenfassung analog der Dreiteilung des Religionsmonitors sind dann 26 % „nicht religiös", 56 % „minder oder mehr religiös" und 18 % „religiös".

Um es noch einmal zusammenzufassen: Religionsmonitor (2007): 28 - 52 - 18, ALLBUS (2002): 26 - 56 - 18. Das gleiche Ergebnis - nur anders benannt.

In der Religiosität also nichts Neues

Auch die weiteren in den ALLBUS-Daten bereits festgestellten Verteilungen, nach Religionszugehörigkeiten (Katholiken sind religiöser als Evangelische) und nach Alter (Ältere sind religiöser als Jüngere) oder nach Geschlecht (Frauen sind religiöser als Männer) sind hinlänglich bekannt.

Fazit: Man merkt die Absicht der Bertelsmann-Stiftung und ist amüsiert."

 

20.12.07 08:43


Warum Gott kein moralisches Vorbild ist

"Werte brauchen Gott. Unter dieser Losung kämpft die evangelische Kirche gegen den konfessionsübergreifenden Ethikunterricht und für Religion als Schulfach; und in diesem Sinne kämpft Joseph Ratzinger, jetzt Papst Benedikt XVI., gegen den „Werterelativismus“ als Folge der Abkehr von Gott. Brauchen Werte Gott?
Vorweg sollte man anmerken: Die Behauptung, dass es ohne Gott keine Moral gäbe, sagt nichts aus über die Existenz Gottes. Wenn die Behauptung nämlich stimmte, dann hätten die Menschen Gott geradezu erfinden müssen; denn ethische Richtlinien braucht jede Gesellschaft. Und tatsächlich hat in der Geschichte jede Gesellschaft ihre Normen göttlich beglaubigen lassen. Das ist aber für niemanden ein Grund, heute an Ra, Zeus, Wotan, Baal oder die Große Mutter zu glauben.Wer an die Morde, Intrigen und sexuellen Abenteuer des Göttervaters Zeus denkt, fragt sich überdies, mit welchem Recht der Olympier den Griechen irgendwelche moralischen Vorschriften machen durfte.
An den Gott des Alten Testaments kann man die gleiche Frage stellen. Keine Aussage des Religionskritikers Richard Dawkins hat mehr Empörung ausgelöst als seine Bemerkung, dieser Gott sei „eine der unangenehmsten Gestalten der Weltliteratur“. Dabei übersehen die Dawkins-Kritiker, dass von Literatur die Rede ist. Betrachtet man die Bibel nicht als Heilige Schrift, sondern als fiktionalen Text, so wie wir inzwischen die blutrünstigen Sagen der Griechen und Germanen betrachten, so fällt es schwer, Dawkins nicht zuzustimmen.
Betrachtet man die Bibel nicht als Heilige Schrift, sondern als fiktionalen Text, so wie wir inzwischen die blutrünstigen Sagen der Griechen und Germanen betrachten, so fällt es schwer, Dawkins nicht zuzustimmen. Was soll man von einem Gott halten, der aus Zorn über die moralischen Verfehlungen der Menschen alles Leben auf der Erde in einer Sünd-Flut auslöschen will? Der wegen der Homosexualität der Männer in Sodom und Gomorrha beide Städte vertilgt? Der Abraham auf die Probe stellt, indem er ihn auffordert, seinen Sohn Isaak als Opfer darzubringen? Der dem Pharao erst das Herz verhärtet, damit er das Volk Israel nicht ziehen lässt, und dann zur Strafe alle Erstgeborenen Ägyptens tötet? Der wegen des Abfalls der Israeliten am Sinai das ganze Volk auslöschen will, sich aber dann mit der Erschlagung von dreitausend Mann zufriedengibt? Der von Israel fordert, die ansässige Bevölkerung im Gelobten Land zu vertreiben oder der Vernichtung zu weihen?
Was soll man von einem Gott halten, der nicht nur für Mord die Todesstrafe verlangt, sondern für Misshandlung oder Verfluchung der Eltern, Arbeit am Sabbat, Götzendienst, Hexerei, Totenbeschwörung, Ehebruch, Verkehr mit Tieren, zwischen Mann und Mann, mit diversen Verwandten und Coitus interruptus? Der um einer Wette willen den frommen Hiob dem Satan überlässt? Ist diese Gestalt nicht noch unangenehmer als Zeus? Gegen solche Kritik am Gott des Alten Testaments wenden die Theologen ein, sie sei „unhistorisch“. Und das ist sie auch. Sie ist eine literarische, nicht eine historische Kritik. Im Lauf der Geschichte haben die Menschen ihre Moral weiterentwickelt. Dementsprechend kommen uns Heutigen manche Forderungen der Heiligen Schrift geradezu unmoralisch vor. Offenbar ist es nicht so, dass Werte Gott brauchen. Sondern sie entwickeln sich historisch mit dem Fortschritt der Gesellschaft, der Wissenschaft, der Moral, der Gesetze, der Philosophie, kurz: des Zeitgeistes. Und an diesen von Menschen gemachten Werten messen moderne Theologen dann, was an der Bibel noch wörtlich gilt, und was „historisch“ zu verstehen, also möglichst zu vergessen ist."

Der komplette Artikel ist in der WELT nachzulesen. 

17.12.07 09:32


Wer glaubt denn sowas?

Vor 75 Millionen Jahren war Xenu der Herrscher einer galaktischen Konföderation, die aus 26 Sternen und 76 Planeten (heute bekannt als Sektor 9) bestand, einschließlich der Erde, die damals als Teegeeack bekannt war. Die Planeten waren überbevölkert, auf jedem lebten durchschnittlich 178 Milliarden Menschen. Die Zivilisation der galaktischen Konföderation war mit der unsrigen vergleichbar mit Leuten "die in Kleidern herum liefen, die den Kleidern, die sie am heutigen Tag tragen, bemerkenswert ähnlich sind" und Autos, Zügen, und Schiffen die genau so aussahen wie die "circa 1950, 1960 auf der Erde."

Xenu war in Gefahr, abgesetzt zu werden, und so arbeitete er einen Plan aus, die überschüssige Bevölkerung aus seinem Herrschaftsbereich zu eliminieren. Mit der Hilfe von "Überläufern" (renegades) besiegte er die Bevölkerung und die "loyalen Beamten" ("Loyal Officers", eine Kraft für das Gute, die in Opposition zu Xenu war). Mit der Hilfe von Psychiatern ließ er Millionen von Menschen unter dem Vorwand einer "Einkommensteuer-Inspektion" (income tax inspections) vorladen, um sie mit Injektionen von Alkohol und Glykol zu lähmen. Die gekidnappte Bevölkerung wurde in Raumschiffe verladen um sie nach Teegeeack (Erde) zu transportieren, dem vorgesehenen Ort der Vernichtung. Diese Raumschiffe waren exakte Kopien der Douglas DC-8 „außer dass die DC-8 Triebwerke und Propeller hatte und das Raumschiff nicht“.

Nachdem die Raumschiffe Teegeeack erreicht hatten, wurden die gelähmten Leute ausgeladen und über den ganzen Planeten verteilt am Fuß von Vulkanen aufgehäuft. Dann wurden Wasserstoffbomben in die Vulkane versenkt, die alle gleichzeitig detonierten. Nur wenige körperliche Wesen überlebten.

Die jetzt entkörperten Seelen der Opfer, die "Thetane", wurden durch die Explosion in die Luft geblasen. Sie wurden durch Xenus Streitkräfte mittels eines "elektronischen Bands (das auch eine Art von stehender Welle war)" und in "Vakuum-Zonen" um die Erde herum eingesaugt. Die Hunderte von Milliarden gefangenen Thetane wurden zu einer Art Kino gebracht, wo sie gezwungen wurden, 36 Tage lang einen "dreidimensionalen superkolossalen Film" anzusehen. Das pflanzte in das Gedächtnis der unglücklichen Thetane etwas ein, was "verschiedene irreführende Informationen" genannt wurde, die kollektiv als "R6 Implant" bezeichnet werden, "was mit Gott, dem Teufel, Science Fiction usw. zu tun hat". Das schloss alle "Weltreligionen" ein, wobei insbesondere die römisch-katholische Kirche und das Bild der Kreuzigung auf den Einfluss von Xenu zurückzuführen ist. Die Innendekoration "aller modernen Kinos" ist ebenfalls verursacht durch eine unbewusste Erinnerung an Xenus Implants. Die beiden "Implant-Stationen", haben sich auf Hawaii und Las Palmas auf den Kanarischen Inseln befunden.

 


Abgesehen vom Einpflanzen neuer Glaubensinhalte in die Thetans wurden sie durch die Bilder ihres Identitätssinnes beraubt. Als die Thetane die Projektionsgebiete verließen, begannen sie sich in Schwärmen von einigen Tausend zu gruppieren, da sie die Fähigkeit verloren hatten, sich voneinander zu differenzieren. Jeder Schwarm von Thetans sammelte sich in einem der wenigen Körper, die die Explosion überlebt hatten. Diese wurden das, was als Körperthetane bezeichnet wird, die sich bis heute an jedermann anhängen und ihn nachteilig beeinflussen, abgesehen von denen, die die nötigen Schritte ausgeführt haben, um sie zu entfernen.

Die Loyalen Beamten (unter denen sich auch Elron Elray befand, dessen Erdenname heute L. Ron Hubbard lautet) stürzten Xenu schließlich und schlossen ihn in einen Berg, wo er für immer gefangen gehalten wird durch ein Kraftfeld, das von einer ewigen Batterie Energie bezieht.

Teegeeack/Erde wurde schließlich von der galaktischen Konföderation verlassen und blieb bis heute ein ausgestoßener "prison planet" (Gefängnisplanet), obwohl sie zwischenzeitlich wiederholt unter feindlichen Einfällen durch außerirdische "invader forces" gelitten hat.

Tja, wer könnte wohl diesen bescheuerten Schwachsinn glauben? Antwort: Dies ist das mysteriöse Geheimwissen und die Glaubenslehere der Scientology-Sekte und um dieses "Geheimwissen" zu erfahren, muss bei ihnen erst eine Menge Geld bezahlen bis man schlieslich "Operierender Thetan" wird und einem diese "Geheimlehre" vermittelt wird.

....wers glaubt wird selig! ;-)

Lesenswert hierzu ein Artikel beim Humanistischen Presdienst (HPD)

14.12.07 11:47


Fernsehtipp

Heute, Do, 13.12.07, 21.00 Uhr, 3sat-Fernsehen, Magazin "Delta": Gott und das Spaghetti-Monster -  Breitet sich ein "neuer Atheismus" in unserer Gesellschaft aus?  Gäste: Bernulf Kanitscheider (Giordano Bruno Stiftung, Universität Gießen), Willigis Jäger (Benediktushof - Zentrum für spirituelle Wege), Hans-Dieter Mutschler (Hochschule Ignatianum/Krakau)
13.12.07 11:20


Weise Worte

Da ich zur Zeit voll im Umzugsstress bin nur ein paar weise Worte:

  Es ist möglich, dass sich die Menschheit an der Schwelle eines goldenen Zeitalters befindet; wenn dies der Fall ist, muss zuerst der Drache getötet werden, der den Eingang bewacht, und dieser Drache ist die Religion
Bertrand Russell

Wir müssen die religiösen Gefühle des anderen respektieren - aber nur in der gleichen Art, wie wir seine Ansicht respektieren, daß seine Frau schön und seine Kinder wohlerzogen sind.
(Henry Lois Mencken, nordamerik. Schriftst. u. Literaturkritiker, 1880-1956)

Ich verteidige den Atheismus als die notwendige und selbstverständliche Form menschlicher Intelligenz.

(Max Bense, Professor der Philosophie und Wissenschaftstheorie, 1910-1990)

Gott ist eine vom Menschen erdachte Hypothese bei dem Versuch, mit dem Problem der Existenz fertigzuwerden.
(Sir Julian Huxley, engl. Biologe, 1887-1975)

Denken ist eine Anstrengung, Glauben ein Komfort.
(Ludwig Marcuse, dt. Philosoph, 1894-1971)

Die Bibel - und zwar nicht nur das Alte, sondern auch das Neue Testament - ist in zentralen Teilen ein gewalttätig-inhumanes Buch, als Grundlage einer heute verantwortbaren Ethik ungeeignet.
(Franz Buggle, dt. Psychologe, *1933)

Das Neue Testament ist ein Manifest der Unmenschlichkeit, ein großangelegter Massenbetrug; es verdummt die Menschen, statt sie über ihre objektiven Interessen aufzuklären.
(Joachim Kahl, dt. Theologe und Philosoph, *1941)

Die Bibel, das konservativste Buch der Weltliteratur, das Buch, mit dem man Todesstrafe, Obrigkeitsstaat, ewiges Bleiben von reich und arm, Kapitalistenausbeutung und Ausgebeutet-Sein begründen kann.
(Helmut Gollwitzer, dt. ev. Theologe, 1908-1993)

Die Bibel berichtet mehr als hundertmal von durch Gott befohlenem Mord und Völkermord sowie von 600 weiteren Morden und Massenmorden und rund 1000 Zorn- u. Strafaktionen eines blindwütigen Gottes.
(Peter Fürer, schweizer Autor, 'Was die Kirchen verheimlichen')

Der größte Einwand gegen jede Lehre sind die Lehrer.
Religionsstifter wählen deshalb gern die Methode der göttlichen Offenbarung. Da ist dann die Lehre vom Himmel gefallen, was alle Kritik an ihr ausschließt.

(Alfred Polgar, österr. Schriftsteller, 1873-1955)

14.11.07 01:28





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