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Warum Gott kein moralisches Vorbild ist

"Werte brauchen Gott. Unter dieser Losung kämpft die evangelische Kirche gegen den konfessionsübergreifenden Ethikunterricht und für Religion als Schulfach; und in diesem Sinne kämpft Joseph Ratzinger, jetzt Papst Benedikt XVI., gegen den „Werterelativismus“ als Folge der Abkehr von Gott. Brauchen Werte Gott?
Vorweg sollte man anmerken: Die Behauptung, dass es ohne Gott keine Moral gäbe, sagt nichts aus über die Existenz Gottes. Wenn die Behauptung nämlich stimmte, dann hätten die Menschen Gott geradezu erfinden müssen; denn ethische Richtlinien braucht jede Gesellschaft. Und tatsächlich hat in der Geschichte jede Gesellschaft ihre Normen göttlich beglaubigen lassen. Das ist aber für niemanden ein Grund, heute an Ra, Zeus, Wotan, Baal oder die Große Mutter zu glauben.Wer an die Morde, Intrigen und sexuellen Abenteuer des Göttervaters Zeus denkt, fragt sich überdies, mit welchem Recht der Olympier den Griechen irgendwelche moralischen Vorschriften machen durfte.
An den Gott des Alten Testaments kann man die gleiche Frage stellen. Keine Aussage des Religionskritikers Richard Dawkins hat mehr Empörung ausgelöst als seine Bemerkung, dieser Gott sei „eine der unangenehmsten Gestalten der Weltliteratur“. Dabei übersehen die Dawkins-Kritiker, dass von Literatur die Rede ist. Betrachtet man die Bibel nicht als Heilige Schrift, sondern als fiktionalen Text, so wie wir inzwischen die blutrünstigen Sagen der Griechen und Germanen betrachten, so fällt es schwer, Dawkins nicht zuzustimmen.
Betrachtet man die Bibel nicht als Heilige Schrift, sondern als fiktionalen Text, so wie wir inzwischen die blutrünstigen Sagen der Griechen und Germanen betrachten, so fällt es schwer, Dawkins nicht zuzustimmen. Was soll man von einem Gott halten, der aus Zorn über die moralischen Verfehlungen der Menschen alles Leben auf der Erde in einer Sünd-Flut auslöschen will? Der wegen der Homosexualität der Männer in Sodom und Gomorrha beide Städte vertilgt? Der Abraham auf die Probe stellt, indem er ihn auffordert, seinen Sohn Isaak als Opfer darzubringen? Der dem Pharao erst das Herz verhärtet, damit er das Volk Israel nicht ziehen lässt, und dann zur Strafe alle Erstgeborenen Ägyptens tötet? Der wegen des Abfalls der Israeliten am Sinai das ganze Volk auslöschen will, sich aber dann mit der Erschlagung von dreitausend Mann zufriedengibt? Der von Israel fordert, die ansässige Bevölkerung im Gelobten Land zu vertreiben oder der Vernichtung zu weihen?
Was soll man von einem Gott halten, der nicht nur für Mord die Todesstrafe verlangt, sondern für Misshandlung oder Verfluchung der Eltern, Arbeit am Sabbat, Götzendienst, Hexerei, Totenbeschwörung, Ehebruch, Verkehr mit Tieren, zwischen Mann und Mann, mit diversen Verwandten und Coitus interruptus? Der um einer Wette willen den frommen Hiob dem Satan überlässt? Ist diese Gestalt nicht noch unangenehmer als Zeus? Gegen solche Kritik am Gott des Alten Testaments wenden die Theologen ein, sie sei „unhistorisch“. Und das ist sie auch. Sie ist eine literarische, nicht eine historische Kritik. Im Lauf der Geschichte haben die Menschen ihre Moral weiterentwickelt. Dementsprechend kommen uns Heutigen manche Forderungen der Heiligen Schrift geradezu unmoralisch vor. Offenbar ist es nicht so, dass Werte Gott brauchen. Sondern sie entwickeln sich historisch mit dem Fortschritt der Gesellschaft, der Wissenschaft, der Moral, der Gesetze, der Philosophie, kurz: des Zeitgeistes. Und an diesen von Menschen gemachten Werten messen moderne Theologen dann, was an der Bibel noch wörtlich gilt, und was „historisch“ zu verstehen, also möglichst zu vergessen ist."

Der komplette Artikel ist in der WELT nachzulesen. 

17.12.07 09:32
 


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